Thorens – eine lange Geschichte der Musikreproduktion

DIE ERSTEN 60 JAHRE
Die Geschichte beginnt im Jahre 1883 in Ste Croix im Schweizer Jura, als Hermann Thorens die Firma ins Handelsregister eintragen lässt. Zweck des Unternehmens ist die Fabrikation von Musikdosen und Musikwerken. Anfang des 20. Jahrhunderts werden die ersten Walzenphonographen produziert, ein paar Jahre später folgen Trichtergrammophone, die bis zur Ablösung durch Plattenspieler für mehrere Jahrzehnte im Programm bleiben. Zwischenzeitlich gibt es auch Mundharmonikas und Feuerzeuge aus dem Werk in Ste Croix. Im Jahr 1928 erfolgt die Vorstellung des ersten elektrischen Motors für Grammophone, ein Jahr später ein Tonabnehmer nach dem Magnetprinzip. Hinzu kommen neu entwickelte Tonarme, selbst nach dem Tangentialprinzip, die damals ihrer Zeit weit voraus sind. In den 30er Jahren wird das Produktportfolio durch Zusammenarbeit mit der deutschen Strassfurt-Imperial um Rundfunkempfänger und Musikschränke, sogar mit eingebauten Plattenspielern („Discophone“) erweitert.

Thorens ab 2018

Am 1. Mai 2018 nimmt die neugegründete Thorens GmbH in Bergisch Gladbach den Geschäftsbetrieb auf. Damit ist die Marke wieder in Deutschland. Zunächst aufbauend auf das bestehende Produkportfolio, sorgt der neue Eigentümer für eine schnelle Rückbesinnung auf die Thorens „DNA“, auf das, was die Marke in der Vergangenheit schon ausmachte und Ihr zu Weltruhm verholfen hat. Neue Geräte werden innerhalb weniger Monate konzipiert und die ersten Neuheiten erfolgreich am Markt platziert.

Thorens TD 124 DD mit TP 124 Tonarm

Mit dem TD 124 DD belebt Thorens eines seiner legendärsten Modelle neu. Das erfolgreiche Grundkonzept des ursprünglichen TD 124 wurde konsequent mit modernen Ansätzen weiterentwickelt und ermöglicht nun eine ganz neue Wiedergabequalität. Das puristische Design und die Grundkonstruktion orientieren sich am Original, das in der Höhe einstellbare Aluminium-Chassis ruht nun jedoch auf vibrationsdämpfenden Gummielementen. Statt des ursprünglichen Antriebs mit Reibrad und Riemen kommt im neuen TD 124 DD ein „High Precision“-Direktantrieb zum Einsatz. Dieser verfügt über ein kräftiges Drehmoment, ermöglicht eine präzise Regelung der Drehzahl und hält störende Einflüsse des Antriebs vom Plattenteller fern.

Thorens TD 1601 mit TP 160 Tonarm

Der TD 1601 mit dem neuen Tonarm TP 160, ist eine konsequente Weiterentwicklung des mehrfach preisgekrönten TD1601. Er besitzt eine klassische Holzzarge, den zweigeteilten, gedrehten Aluminiumteller mit innenlaufendem, geschliffenem Antriebsriemen. Das externe linear Netzteil TPN 1600, verfügt über einen leistungsstarken Ringkerntransformator und versorgt den Synchronmotor mit 2x 16V, um einen möglichst hohen Gleichlauf des Tellers zu gewährleisten.

Der neue Tonarm TP 160 wurde von dem renommierten Designer Helmut Thiele entwickelt und verfügt über ein ultrapräzises Schneidlager. Dieser J-förmige 9“ Tonarm mit SME Headshell-Anschluss nimmt die Formgebung der berühmten Studiotonarme auf. Die Klinge für das Horizontallager wird zusätzlich über Magnete stabilisiert, um eine möglichst präzise Abtastung der Schallplatte zu gewährleisten.

Thorens TAS 1500

Tonabnehmer

Beim Thorens TAS 1500 handelt es sich um einen für Thorens in Japan gefertigten MC-Tonabnehmer. Ziel der Entwicklung war die optimale Kombination des Tonabnehmers im Verbund mit dem Laufwerk TD 1500 und TD 403 DD und dem Präzisionstonarm TP 150. Mit einer Ausgangsspannung von 0,4mV (5,5cm/Sek) und 12 Ohm Innenwiderstand harmoniert der Tonabnehmer mit allen gängigen Phonovorverstärkern. Ein nackter Diamant mit Microlinear-Schliff im Zusammenspiel mit einem massiven Nadelträger aus Bor bürgen für beste Abtastfähigkeit und Klangqualität.

Thorens TD 1500 mit TP 150 Tonarm

Im Jahr 1965 kam der Thorens TD 150, ein unscheinbares kleines Laufwerk, auf den Markt und begründete so eine technische Revolution im Plattenspielerbau. Erstmals wurde ein gefedertes Subchassis mit einem per geschliffenem Flachriemen angetriebenem Innenteller in einem Großseriengerät eingesetzt.

Der neue, wie sein berühmtes Vorbild rein manuell zu bedienende Thorens TD 1500, besitzt ein Subchassis, das Plattenteller und Tonarmbord durch drei Kegelfedern gegenüber Motor und Zarge entkoppelt. Diese Federn sind im Gegensatz zum TD 150 von oben durch entsprechende Bohrungen im Plattenteller einstellbar, was die korrekte Justage deutlich erleichtert.

Der Tonarm TP 150 ähnelt dem auf dem neuen TD 124 DD verbauten TP 124. Er besitzt eine effektive Masse von 14 Gramm, ist in der Höhe und im Azimut verstellbar und mit einem Standard SME-Anschluss ausgestattet, sodass einem Wechsel der Headshell oder einer Ausrüstung mit einem anderen Tonabnehmer nichts im Wege steht. Die Einstellung des Antiskating erfolgt durch ein verschiebbares Gewicht in der Armbasis, dass an einem über ein Rubinlager geführten Nylonfaden justiert wird.