Quad – In der hiesigen HiFi-Welt, ein Name wie Donnerhall! 1936 von Peter J. Walker gegründet, steht der Name seit jeher für innovative und außergewöhnliche Entwicklungen. Genauso wie die legendären elektrostatischen Lautsprecher ESL-57 aus dem Jahr 1957 bis heute zu den wichtigsten Lautsprechern des zwanzigsten Jahrhunderts zählen. Knapp 70 Jahre und fünf Generationen später erfreuen wir uns an der neuesten Weiterentwicklung, der Quad 2812 X. Zusätzlich gibt es, ebenfalls taufrisch, das größere Modell, Quad 2912 X.
Wie lassen sich die klanglichen Eigenschaften der Quad 2812 X, nach rund 250 bis 300 Stunden Einspielzeit, am treffendsten beschreiben? Der Hoch- und Mitteltonbereich sind puderfein aufgelöst. Das Klangbild ist von den Flächenstrahlern gänzlich losgelöst und die musikalische Darbietung ist stets gefühlvoll und emotional. Eine echte Schokoladenseite ist dabei die Wiedergabe natürlicher Instrumente und Gesangsstimmen. Die Quads laden regelrecht dazu ein, sich Stunde um Stunde einem der schönsten Hobbys, dem Musikhören, zu widmen. Zu guter Letzt die Antwort auf die Frage nach der Basswiedergabe. Auch die ist für einen Elektrostaten dieser Größe ebenfalls sehr gelungen. Federnd, eher halbtrocken, fügen sich die tiefen Töne wunderbar und nahtlos ins Musikgeschehen ein. Auch elektronische Musik wie das Album I Syv Sind, von Mike Sheridan, mit vielen tieffrequenten Passagen sind ein Genuss. Ausgewiesene Lauthörer und Tiefbass-Fetischisten werden sich aber mit großer Wahrscheinlichkeit mit anderen Lautsprechern noch besser aufgehoben fühlen.
Unser Fazit: Quad Elektrostaten sind mitunter keine Lautsprecher für den schnellen Eindruck, doch je länger man mit ihnen Musik hört, desto eher reift die Erkenntnis heran, dass genau darin ihre große Stärke liegt. Wer einmal ihren Zauber erliegt, lässt nicht mehr von ihnen ab und ist für ewig “hörig”. Was bleibt nun zu tun? Ganz einfach und frei nach Friedrich Schillers Zitat: “Drum prüfe, wer sich ewig bindet” und vereinbart einen unverbindlichen Hörtermin im OHA-Studio.
